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Gulácsy war ein Künstler, der stark autodidaktisch arbeitete. Einige Jahre studierte er an der Fine Art Academy (Mintarajziskola) in Budapest. 1902 machte er eine Studienreise nach Rom, Florenz und Paris. Später wurde Italien seine wichtigste Quelle der Inspiration, zusammen mit seinem Interesse an der Romanik und Renaissance. Auf seine häufigen Reisen in Dante´s Land ist es zurückzuführen, dass sich die Renaissance-Atmosphäre der italienischen Städte und Landschaften oft in seinen Bildern zeigt. Jenseits des italienischen Einflusses sind Gulácsy´s Arbeiten die Reflexionen seiner eigenen träumerischen Visionen. Zu Beginn des ersten Weltkriegs erlitt er einen Nervenzusammenbruch während seines Aufenthalts in Venedig, wo er plötzlich alle Fremden für feindselig und Feinde Italiens hielt. Er verbrachte die nächsten drei Jahre seines Lebens in Sanatorien. Von 1917 bis zu seinem Tode lebte er in Heimen für Geisteskranke. In dieser Periode zeigten sich seine mentalen Visionen in sürrealistischen Bildern von seiner imaginären inneren Welt – des sogenannten Naconxypan (was im Ungarischen keine Bedeutung hat). Seine Arbeit repräsentiert eine späte Version von präraffaelitischen Bildern, verwoben mit sürrealistischen Themen. |
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Lajos Gulácsy (1882-1932), Maler |